Rosinenboller 4


Ostern steht vor der Tür und damit auch das lang ersehnte Ende der Fastenzeit. Für diejenigen, die in den kommenden Tagen lieber etwas skandinavisch schlemmen möchten, haben wir diesmal einen norwegischen Klassiker ausgesucht: Rosinenboller!

Boller sind in der norwegischen Esskultur ein fest etablierter Bestandteil – man findet sie daher nicht nur in der heimischen Küche, sondern auch in jedem Supermarkt, in jeder Tankstelle und in jedem Kiosk in den unterschiedlichsten Varianten und Variationen.

Die Boller sind entweder ohne extra Zutaten (schlichte hveteboller) oder mit unterschiedlich beliebten Inhalten wie z.B. Rosinen (rosinboller), getrockneten Früchten (fruktboller) oder Schokoladenstücken im Teig (sjokoladeboller). Die Milchbrötchen ähnlichen Boller können ganz serviert oder in der Mitte geteilt werden, um sie z.B. mit Butter und Marmelade als Nachtisch zu servieren (so manch einer isst Boller übrigens auch zu herzhaftem Aufschnitt). Traditionell sind Boller aber vor allem eine kleine Zwischenmahlzeit für unterwegs oder ein Gebäck zum Kaffee. Was braucht man jetzt aber dazu und wie lange dauert das alles?

ZUTATENLISTE für Rosinenboller:

Dauer: ca. 100min

Für 3-4 Personen 

  • 950-1000g Weizenmehl
  • 500ml Milch (25-30 Grad warm)
  • 25g Hefe
  • 150g  Zucker
  • 1 TL gemahlener Kardemom
  • 1/4-1/2 TL Salz
  • 1 Ei
  • 150g Butter
  • ca. 200g Rosinen (wer die nicht mag, kann das durch Schokoladenstücken etc. ersetzen oder komplett weglassen)
  • Optional: 1 Ei zum Bepinseln (Traditionell werden die Boller mit gequirltem Ei bepinselt, um ihnen ihre goldbraune Farbe zu verleihen – das ist allerdings kein Muss)

Alles beisammen? – Dann geht’s los :-)

Erstmal alle Zutaten (bis auf die Rosinen) in eine größere Rührschüssel geben. Wenn man nicht viel Zeit hat und den Teig anschließend nicht 30-60min gehen lassen kann, kann man auch die Hefemenge etwas erhöhen… Den Teig am besten 5-10min gut kneten, bei eher bröckligem Teig kann ein bisschen mehr Mehl helfen.  Das beste Ergebnis bekommt man da, wenn man ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine mit Knethaken verwendet – die Hände sind aber auch okay, wenn man beides nicht hat. Dafür muss man aber ein bisschen kräftiger kneten ;-)

Wenn der Teig dann schon gut durchgeknetet ist, fügt man als letztes die Rosinen hinzu und knetet noch ein bisschen weiter – bis die Rosinen gleichmäßig im Teig verteilt sind (Wer richtig saftige Rosinen mag, kann die Rosinen vorher auch 20-30min in warmes Wasser legen und danach gut abtropfen lassen, bevor man sie hinzufügt)

TIPP: Butter am besten vorher etwas schmelzen lassen und erst gegen Ende zugeben, macht den Teig etwas geschmeidiger…

So, und hat man das alles gemacht, lässt man den Teig mind. 30 bis 60 Minuten – mit  einem Küchentuch über der Schüssel gut abgedeckt – gehen.

Wenn der Teig dann nach dieser Zeit doppelt so groß angewachsen ist, nimmt man den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche und knetet ihn nochmal gut durch. Danach kann man den Teig entweder mit den Händen zu kleinen Kugeln formen oder zu einer großen Rolle formen, in dem man dann gleichgroße Stücke „abschneidet“ und zu Kugeln formt. Diese legt man dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backt sie im Ofen bei ca. 225 Grad (Ober- und Unterhitze) 10-12min. Wer die goldbraune Farbe der Boller mag, kann sie kurz vor dem Ofen mit einem gequirltem Ei bepinseln.

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Danach gut auskühlen lassen. Fertig. :-)

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TIPP: Am besten schmecken Boller frisch gebacken und noch etwas lauwarm.

Velbekomme! :-)


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4 Gedanken zu “Rosinenboller