Und es wurde… „Hvel“!


Wow! Es ist endlich da: Das neue Album Hvel von Arstidir aus Island. Das hat ja schon ein bisschen auf sich warten lassen. Fan bin ich seit der fast ersten Stunde und fand eigentlich diese Chamber-Folk-Sache total spannend und toll zum Anhören. Doch wohin kann sich eine solche Band entwickeln, dachte ich mir an anderer Stelle dann.

Viele Bands würden an dieser Aufgabe zerbrechen und auch an der Besetzung Arstidirs ist die Weiterentwicklung nicht spurlos vorbeigegangen. Doch die (mittlerweile) vier Jungs haben es geschafft, sich nicht immer wieder zu wiederholen und einfach einen Schritt weiter zu gehen. Wie Ragnar uns bereits im ausführlichen Interview letzten Herbst erzählt hat, sind sie ja immer offen und denken nicht in Genres.

Genau das spürt man beim erste hören der neuen Scheibe. Fängt diese gar mystisch und duster mit „Himinhvel“ an und zeigt sogleich die Richtung auf. Es wird an den altbewährten vocalen Harmonien festgehalten und da hat man auch gleich das Merkmal der Band. Was dazu kommt sind elektronische und Synthiklänge und was man ebenfalls sofort beim ersten Song mitbekommt, das warten hat sich definitiv gelohnt, denn schon bei den ersten Klängen spürt man wie ausgereift dieses Album einfach ist. Gut Ding will Weile haben.

[spotify https://open.spotify.com/album/1OipakACQtRSgL9qp0ZB0W]

 

Im Fortgang mischen sich englische und isländische Lieder auf dem Album. Das funktioniert wunderbar und stört nicht. Auch wenn das Isländische einfach spannender und exotischer klingt, freut man sich auch mal Texte zu verstehen. Bei „Vetur ad vori“ fällt auch wieder auf wie präziese die Kompositionen sitzen. Das Lied kommt klassisch mit akkustischer Gitarre daher, aber wo man ganz kitschig das Piano oder eine Geige erwarten würde, hört man plötzlich erfrischende elektronische Töne, die wahrlich mit bedacht gewählt sind.

Beim ersten durchhören viel auch auf, dass die Genres sich toll mischen es gibt klassische Parts genauso wie Folk und Experimentelle bzw. Anspruchsvolle Teile. Insgesamt is es aber poppig – ohne aber abgedroschen zu sein – bei so kreativen Musikern darf man das aber auch getrost erwarten.

Müsste ich meine Lieblingssong bestimmen, wären das „Someone Who Cares“, „Vetur ad vori“ und „Cannon“ – aber selbst diese Auswahl zu treffen bricht einem fast das Herz, schließlich will man keinen Song schlecht behandeln, tun sie einem doch so schmeicheln! =)

„Hvel“ ist am 5. März erschienen und gibt es als CD, mp3-Download und zwei Vinyl-Versionen – eine schwarze und eine weiße. Wer die Scheibe also dekorativ ausstellen will darf sich die schicke weiße holen, wer allerdings Vinyl wegen der Tonqualität hört sollte beim bewährten kleinen Schwarzen bleiben ;).

Bleibt abzuschließen mit den Worten: Feines Album und großartig welch kreativer Fundus an Musik da offenbar herrscht. Klasse was aus Crowdfunding alles entsteht! =)

 

 


Über Tine

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