Nørds meet Stefan von nordicwannabe.com


Wir treffen heute auf Stefan, der zwar noch nicht so lange bloggt, aber durch seinen Blog-Titel doch aufmerksam macht. Klar wir sind alle keine Skandinavier – auch wenn wir das gerne wären – aber muss man das so offen sagen? Haha! Klar, denn wie wir ist auch er ein Nordic Wannabe. Stefan erzählt uns von seinem Nordweh – zwischen Lego und skandinavischen Haribo-Mischungen. Wir sind gespannt, was das sehr schick gestaltet Blog noch hervorbringt. Nun aber erst mal zu uns ins nette Interview!


Stefan in NorwegenStefan
Lieblingsland: Norwegen
www.nordicwannabe.com

 

 

Bitte gib eine kleine Kurzvorstellung von dir:
Stefan:
“hei, hei!” Mein Name ist Stefan, ich bin 29+ und ich wohne in dem wunderschönen Niedersachsen. Ich habe Kommunikationsmanagement studiert und arbeite seit 2010 in diesem Bereich. Vorher habe ich eine Ausbildung gemacht zum staatlich anerkannten Darsteller und verleihe seither oft meine Stimme für Werbung, Hörspiele, Synchronisation oder Warteschleifen. Ich war auch schon mal die Stationvoice eines Radiosenders und war immer vor den Nachrichten, vorm Wetter und so weiter zu hören. Ich bin ein absoluter Nordicwannabe und versuche ich mich seit Januar 2015 als Blogger unter nordicwannabe.com.

Wann hat dich das Nordweh gepackt und welches Land magst du am Liebsten? Bist du regelmäßig dort?
Stefan:
Das Nordweh hat mich gepackt als ich diese typischen Dokusoaps über Auswanderer gesehen habe. Damals war eine Familie nämlich nach Norwegen ausgewandert und zog in ein rotes Holzhaus am Fjord. An dieser Stelle war es um mich geschehen und ich war verzaubert von Norwegen und den atemberaubenden Landschaften. Es zog mich sofort dort hin und ich hatte nur noch kleine, rote Hütten am Fjord in meinem Kopf. Im Jahr 2011 bin ich dann das erste Mal nach Norwegen gefahren und musste feststellen, dass nicht alle Häuser aus Holz und rot sind. ☺ Seitdem bin ich regelmäßig da und habe von Oslo bis zum Nordkap schon viel gesehen.10998107_829231517135940_4755257_o

Über welche Themen schreibst du hauptsächlich und wie kommst du an Ideen? Was inspiriert dich?
Stefan:
Ich schreibe hauptsächlich, wie mein Blog-Titel verrät, zu dem Thema “Nordicwannabe”. Doch was bedeutet das? Ich versuche es zu erklären: Es gibt viele Menschen, die Skandinavien mögen und so tun als wären sie selber Skandinavier.  Sie tragen Norwegerpullis, haben einen Aufkleber mit skandinavischer Flagge am Auto oder sogar einen Elch. Sie essen nur noch Lachs aus Norwegen. Sie richten sich mit skandinavischen Möbeln von IEKA ein, kaufen Schwedendesign-Mode bei H&M oder hören zu Hause nur noch skandinavische Radiosender per Internet. – Und das ist völlig okay. Ich bin bin auch so. Aber wir sind eben nur Wannabes und keine echten Skandinavier. Ich möchte mit meinem Blog ein Stück Skandinavien in den deutschsprachigen Raum bringen mit den Rubriken: Lifestyle, Fashion, Food, Travel und Music, damit es nicht beim Norwegenpulli und dem Elch-Aufkleber bleibt… In “Lifestyle” geht es um Alles, womit man sich nordischer fühlt. Dazu gehören Deko- und Möbelthemen, aber auch LEGO aus Dänemark. In “Fashion” geht es natürlich um Klamotten. Was ist gerade im Norden angesagt (Beispiel Copenhagen Fashion Week) und welche skandinavischen Modelabels gibt es? Musiker aus Norwegen, Schweden und Co. werden in “Music” besprochen und vorgestellt. Unter “Food” schreibe ich über Nordic-Rezepte und vor allem Süßigkeiten aus dem Norden. All dies soll uns NordicWannabes helfen die Zeit zwischen dem Skandinavien-Urlaube zu überbrücken. Mich inspirieren Nordic-Freunde und –Kollegen, Erfahrungen, wenn ich selbst vor Ort war und natürlich Einflüsse der skandinavischen Musik-, Design- und Fashion-Branche.

Was gefällt dir am Besten an Norwegen oder was gefällt dir evtl. auch gar nicht? Gibt’s Schattenseiten?
Stefan:
Ich mag die Landschaft und die Menschen in Norwegen. Alles ist so gelassen, natürlich und beruhigend. Ich liebe den Norden mit Schnee und Rentieren und ich mag den Westen mit seinen zahlreichen Fjorden. Man fühlt mich so winzig in der Natur und Stress spielt keine Rolle mehr. Man konzentriert sich auf sich selbst und begreift, wie unwichtig viele Dinge auf mal warden.  Alles ist beeindruckend und verliert das Gefühl für Proportionen: Hohe Berge, tiefe Fjords und kurvige Straßen und man ist mitten drin.- Ich mag aber auch den Süden mit viel Sonne, Schärengarten und Soft-Eis. Olso, Bergen, Tromsø und Trondheim gefallen mir auch, aber dort fehlt mir das typisch “Norwegische”. Interessant ist der Fashionstyle in Oslo und Bergen. Hier könnte man auch in London oder Paris sein: Modegeschmack haben die Norweger, oft sehr reduziert, schlicht und dadurch beeindruckend. Mit der Mentalität der Norweger muss man sich erst mal arrangieren. Man darf es nicht persönlich nehmen, dass man nicht sofort mit übertriebener Freundlichkeit empfangen wird und das etwas (mehr) Distanz bewahrt wird. Es dauert eben etwas länger, wenn man mit Norwegern in Kontakt kommen möchte. Deshalb habe ich auch lange einen Sprachkurs besucht. Ein paar norwegische Wortfetzen “öffnen schneller die Tür”.

Welchen Satz oder Sprichwort / Wort in deiner liebsten nordischen Sprache, findest du total toll und sollte jeder kennen?
Stefan:
Ich bin ein großer Freund von “hyygelig”. Ich habe es zum ersten Mal gehört, als ich deutsches Bier verschenkt habe. ☺ Die Antwort war “så hyggelig”. Mittlerweile benutze ich selber immer “bare hyggelig”, was so in etwa mit dem englischen “you are welcome” vergleichbar ist.

Takk, Stefan! ;)


Über Tine

Admin & Wort-Tonttu | Schwerpunkt: Design, Musik, Film | Lieblingsland: Finnland Das Blog soll allen Nord-Freaks da draußen eine Plattform geben, das Nordweh zu teilen. Ich kuratiere und administriere die Website und freue mich über jeden der mitmachen möchte! Mein Lieblingsland is übrigens Finnland! ;)

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