Nørds meet Maria von schwedischkochen.wordpress.com


Manchmal wünscht man sich doch einfach jemand, der einem die nordische Küche näher bringen kann. Einfach jemand, der das Kochen seid Kindesbeinen an kennt. Die Schweden-Fans unter euch haben jetzt die Möglichkeit auf Marias Blog all die tollen schwedischen Gerichte auszuprobieren, denn Maria ist Schwedin und sie verrät euch, wie man mit deutschen Zutaten schwedisch kocht.


 

KurzprofilMaria bei der Mitsommerfeier des DSV München auf der Kogler Alm 2012:

Maria
Lieblingsland: Schweden (Eigentlich geliebte Heimat)

schwedischkochen.wordpress.com

Bitte gib eine kleine Kurzvorstellung von dir:
Maria: Ich bin ursprünglich für ein Praktikum aus Schweden nach Deutschland gekommen. Dann habe ich einen netten jungen Mann kennengelernt und wie es weiter ging, ist nicht schwer zu erraten. Vor ein paar Jahren haben wir unsere Silberhochzeit zusammen mit unseren zwei erwachsenen zweisprachigen Kindern und mit meiner Mutter in Schweden gefeiert.
Für uns beide ist es sehr wichtig, dass sich Deutsche und Schweden näher kommen und wir setzen uns dafür ein, dass die schwedische Kultur in Deutschland bekannter wird. Deshalb sind wir mit Feuer und Flamme bei der Deutsch-Schwedischen Vereinigung in München aktiv. Meine Aufgaben sind vor allem das Vereinsblatt Bavariavikingen, wo ich über schwedische Belange berichte, und das leibliche Wohl bei Vereinstreffen. Im Lesezirkel bin ich auch dabei.

Wieso ist dein Lieblingsland Schweden? Was fasziniert dich daran?
Maria: Schweden ist halt meine alte Heimat, wo ich meine Wurzeln habe. Deshalb sehe ich mich wohl nicht als „Sverige-Nörd“ an, aber natürlich interessiert es mich brennend, was da abgeht. Inzwischen haben wir so ein altes rotes Häuschen mit Plumsklo gekauft und die ländlichen Seiten Schwedens kennengelernt. Die Gegend um den kleinen Berg Kinnekulle, wo ich herkomme, ist sehr geschichtsträchtig, was mir früher nicht so bewusst war. Diese alte Kulturlandschaft fasziniert mich besonders.

Wie kam die Idee ein Blog über die schwedische Küche zu begründen? Auch im Bezug darauf, dass man die Rezepte mit „deutschen“ Zutaten bewältigen kann?
Maria: Es hat eine Weile gedauert, bis ich eingesehen habe, dass mein Blog wirklich ein Blog ist. Eigentlich war es eher als Rezeptesammlung gedacht. Immer wieder haben Vereinsmitglieder und andere Bekannte nach Rezepten gefragt, und zwar auf Deutsch! Dann gab es das Problem, dass viele wichtige Zutaten schwer zu bekommen sind – manchmal aber nur vermeintlich. Wie kommt man damit zurecht? Die Antwort darauf versuche ich zu geben. Dass so viele Leute außerhalb der DSV mein Blog lesen, kam wirklich als eine freudige Überraschung. Als es sich herausstellte, dass manche sogar dem Blog folgen ist der Groschen gefallen. Ja, Schwedischkochen ist ein Blog und nicht nur eine Rezeptesammlung! Da ich phasenweise koche, gibt es manchmal etwas häufiger neue Blogbeiträge und manchmal etwas seltener (da etwa den Maultaschen kein Platz bei Schwedischkochen zusteht – da muss man eine Grenze ziehen). Obwohl ich als Schwedin mich also nicht als „Sverige-Nörd“ einordnen würde, bin ich inzwischen vielleicht zum Koch-Nerd alter schwedischen Rezepte mutiert und freue mich, wenn ich wieder mal ein schönes Rezept aus alten Zeiten finde. 

Sommerliches, schwedisches Abendbrot Was ist dein absolut liebstes Lieblingsessen? … also schwedisches Lieblingsessen? ;-)
Maria: Habe ich ein Lieblingsessen? Dann vielleicht einfach schwedischer Matjeshering mit saurer Sahne, Schnittlauch und Salzkartoffeln. Den gibt es hier nicht, auch wenn der deutsche Matjeshering Hausfrauen Art auch lecker schmeckt. Und dann darf die Kaviarcreme bei uns nicht ausgehen, aber die ist nicht schwer zu bekommen. Mein schwedisches Lieblingsbrot wird dafür sogar in Schweden zunehmend seltener gesichtet, aber wozu gibt es Mehl zu kaufen? Hier das Rezept.

Welchen schwedischen Ausspruch / Satz oder Wort sollte jeder deutsche Kochfan unbedingt kennen?
Maria: Es gibt drei wichtige Sprüche bei einer schwedischen Mahlzeit – nicht nur für Köche! Erstens und zweitens: Varsågoda (Bitte, zu Tisch!) und Skål och välkomna! (Prost und willkommen), gesagt vom Gastgeber vor dem Essen. Drittens: Tack för maten! (Danke für das Essen), gesagt von den Gästen nach dem Essen. Wenn man diese Sprüche kennt, kann nichts mehr schief gehen.

Tack, Maria!  :)


Über Tine

Admin & Wort-Tonttu | Schwerpunkt: Design, Musik, Film | Lieblingsland: Finnland Das Blog soll allen Nord-Freaks da draußen eine Plattform geben, das Nordweh zu teilen. Ich kuratiere und administriere die Website und freue mich über jeden der mitmachen möchte! Mein Lieblingsland is übrigens Finnland! ;)


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