Nørds meet Eva-Maria von polarblog.de


Eva-Marias Leidenschaft ist die Musik vom hohen Norden und schreibt auf polarblog.de und für Nordische Musik über die Klänge und Melodien der Skandinavier, Finnen und Isländer. Da sie fast schon eine der „dienstältesten“ Nørd-Blogger ist, wir freuen uns sehr, dass sie sich unseren fünf Fragen gestellt hat.


 

Eva-Maria
Lieblingsland: die Schären / Åland
http://polarblog.de

Bitte gib eine kleine Kurzvorstellung von dir:
Eva-Maria: Hei, ich bin Eva-Maria und schreibe bereits seit mehr als zehn Jahren über skandinavische Musik. Ich bin seit einigen Jahren Redakteurin bei einem Frankfurter Wirtschaftsverlag, aber die journalistische Beschäftigung mit den Klängen aus dem Norden ist mein liebstes Nebenprojekt. Begeisterte Konzertbesucherin bin ich übrigens damals wie heute! Initialzündung waren damals Gigs von Kaizers Orchestra, Tiger Lou und The Crash – und irgendwann fiel mir auf, dass viele der besten Shows diejenigen der skandinavischen Bands waren! Beim Herumstöbern im Netz bin ich dann schnell auf das Portal „Nordische Musik“ gestoßen und habe einfach mal gefragt, ob sie einen zusätzlichen Schreiberling brauchten. Das taten sie! Und damit ging die Reise los, mit vielen netten neuen Kollegen und einem Projekt, das wir immer wieder weiter entwickelt haben. Ganz ohne kommerzielle Interessen, versteht sich! Gemacht von völlig verschiedenen Menschen, die über ganz Deutschland verstreut leben und sich nur höchst sporadisch sehen. Ich habe viel gelernt und lerne immer noch dazu! An unserem Relaunch basteln wir jetzt allerdings schon sehr lange!

Logo Nordische MusikDeinen Blog gibt es schon etwas länger und beschäftigt sich hauptsächlich mit nordischer Musik. Wie und wann kam es dazu?
Eva-Maria: Wie gesagt: Wir haben bei „Nordische Musik“ immer wieder neue Ideen! Und als das Thema „Bloggen“ um das Jahr 2005 und 2006 herum immer aktueller wurde, dachten wir uns: Ach, das probieren wir doch mal aus! So ist das Polarblog im Jahr 2006 als Gemeinschaftsprojekt online gegangen, ohne irgendwelche großen strategischen und inhaltlichen Vorgaben. Learning by doing! Am Anfang haben wir fast alle polargebloggt, inzwischen schreiben hauptsächlich meine Kollegin Natte und ich. Während ich die „Pop-Frau“ bin, für Singer-Songwriter-Töne offene Ohren habe und auch merkwürdigen und experimentellen Tönen viel abgewinnen kann, ist Natte die Frau mit dem Faible für härtere Klänge. Ihre Posts über das alljährliche Tuska-Festival in Helsinki leben auch von der feinen Beobachtung der Besonderheiten der Metal-Szene! ;)

Welche Themen interessieren dich am Meisten (musikalisch und nicht-musikalisch). Findet man nach so einer längeren Zeit des Bloggens immer noch Themen?
Eva-Maria: Kann man gar nicht so genau sagen! Mein persönlicher Jahreshöhepunkt ist das Bloggen übers Iceland Airwaves Festival in Reykjavík: Fünf Tage voller erstaunlicher musikalischer Entdeckungen, skurriler Zusammenstöße, herzerwärmender Begegnungen und heftigen Schlafentzugs! Ein Thema, das mich auch sehr interessiert, ist die Zukunft des Musikgeschäftes. Kreative Ideen zählen! Wie viel ist guter „Content“ eigentlich wert? Welche Ideen entwickeln Bands selbst, um unkonventionell auf sich aufmerksam zu machen? Ansonsten ist das Reservoir begabter junger Bands aus Skandinavien fast unerschöpflich. Darüber könnte man fast täglich bloggen, aber das schaffe ich leider nicht. Irgendwie kommt es mir momentan so vor, als ob Dänemark im Moment besonders kreative Musiker hervorbringt. Das Spot Festival in Arhus Anfang Mai war jedenfalls eine einzige Wundertüte!

Welches Fleckchen Norden gefällt dir am besten? Was ist dein Favorit und warum?
Eva-Maria: Das wechselt ständig und hängt von meiner Reiselust ab! Aber ein ganz besonderes Faible habe ich für den Schärengarten zwischen Turku und den Åland-Inseln. Wunderbarste Landschaft der Welt! Aber ich würde jederzeit das Gegenteil behaupten, wenn ich in Reykjavík in meinem Lieblingsschwimmbad vom heißen Pool aus in die Sterne schaue, mich in Bergens Altstadtgassen verirre, in Göteborg den Schiffen nachgucke oder durch Kopenhagens Szene-Stadtteil Nørrebro spaziere. Und Ausschau halte, ob ich ein paar Schauplätze aus „Borgen“ erkenne! ;)

Und zum guten Schluss: Welchen Satz oder welches Wort in deiner liebsten nordischen Sprache muss jeder Deutsch deiner Meinung nach kennen?
Eva-Maria: Dass es bei jedem Besuch in Skandinavien dazu gehört, zumindest danke, bitte und „Hallo“ in der Landessprache zu sagen, muss nicht extra betont werden. Persönliche Lieblingssprache gibt es nicht. Das schlichte isländische „takk“ für danke finde ich wunderbar. Und dass ich auf Finnisch bis zehn zählen kann, sorgt bei meinen kleinen Neffen regelmäßig für Begeisterung. Yksi, kaksi, kolme sage ich nur, dann fangen die schon an zu lachen.

Vielleicht noch erwähnenswert: Ich finde es eher faszinierend, wie gut die Skandinavier in Fremdsprachen sind! Unvergessen die Begegnung mit dem vielleicht achtjährigen Jungen, den ich in Reykjavík nach dem Weg fragte: Der erklärte mir in perfektem Englisch, wo´s zum Schwimmbad geht!

Takk, Eva-Maria! ;)


Über Tine

Admin & Wort-Tonttu | Schwerpunkt: Design, Musik, Film | Lieblingsland: Finnland Das Blog soll allen Nord-Freaks da draußen eine Plattform geben, das Nordweh zu teilen. Ich kuratiere und administriere die Website und freue mich über jeden der mitmachen möchte! Mein Lieblingsland is übrigens Finnland! ;)


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