Nørds meet Jaana, Josephine, Natasha und Steffi von besser-nord-als-nie.net


Heute begrüßen wir in der Nørds meet Nørds-Rubrik die vier Damen von Besser Nord Als Nie und jede von Ihnen hat unsere Fragen mit viel Nordliebe beantwortet. Was Jaana, Josephine, Natasha und Steffi vom Norden halten könnt ihr also jetzt lesen.


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Kurzprofil:
Jaana, Josephine, Natasha und Steffi
Lieblingsland: Alle! ;)
http://www.besser-nord-als-nie.net

Ihr schreibt zu viert an dem Blog. Erstmal muss geklärt werden: Welches ist euer persönliches Lieblings-Nordland und warum?
Jaana:
Meins ist Schweden, einfach weil ich schon seit meiner Kindheit so oft dort war. Allerdings ist auch Finnland sehr nah dran, denn Helsinki ist architektonisch so interessant.
Josephine: Das Fernweh zieht mich meist nach Schweden. Dorthin habe ich die größte Verbindung. In Schweden war ich bisher am häufigsten, ich spreche die Sprache und habe dort Bekannte.
Natasha: Norwegen! Ich habe sehr schöne Erinnerungen an mein Erasmus-Semester in Oslo und letztes Jahr habe ich mich in Nordnorwegen verliebt. Hier verbringe ich nun den zweiten (und hoffentlich nicht den letzten) Sommer. Die Natur, die Mitternachtssonne, das ständig wechselnde Wetter, aber auch Menschen aus allen Ecken der Welt, die es hierher verschlagen hat, machen die Region einmalig und faszinierend.
Steffi: Island ist mein Lieblingsland im Norden. Dort habe ich schon viele Monate verbracht und ich habe manchmal Heimweh. Es ist ein sehr spannendes, abwechslungsreiches Land, dort zu fotografieren ist einfach einmalig, die Landschaft, das Wetter, die Hot Pots – und die Einsamkeit. Auf manchen Wanderungen trifft man stundenlang niemanden.

Wie habt ihr euch überhaupt zusammengefunden? Wie kam die Idee? Seid wann gibt es das Blog?
Jaana:
Diesen Monat haben wir unseren ersten Geburtstag gefeiert! Kaum zu glauben, dass es jetzt schon ein Jahr her ist, seit wir alle zusammen saßen und nach einem Namen gesucht haben!
Josephine: Die Anzahl der Skandinavistik-Studenten an der HU Berlin ist recht überschaubar. Der Master-Studeniengang bestand zu der Zeit im Prinzip aus uns Vier und zwei weiteren Studentinnen. Bei einem so kleinen Studiengang ist es echtes Glück, dass wir alle uns so gut verstanden haben und sogar Freunde geworden sind. Meine persönliche Motivation für den Blog war auch noch, dass ich einfach Lust hatte, zu schreiben. Außerdem konnten wir uns so auch den spannenden aktuellen Themen widmen, die im Studium oft zu kurz kamen. Wir wollten einerseits unsere Begeisterung und unsere Liebe zum Norden mit anderen teilen und aber auch Themen aufgreifen, die in der deutschen Bullerbü-Romantik oft übersehen werden.
Natasha: Das Blog war auch eine Antwort auf die tausendmal gehörte Frage: “Was macht man eigentlich mit einem Skandinavistik-Studium?” ;) Nein, im Ernst, wir hatten einfach Lust, uns nach dem Studium weiter mit nordeuropäischen Themen zu beschäftigen, unser Wissen über und unsere Begeisterung für den Norden zu verbreiten, von unseren Erfahrungen und Erlebnissen aus Nordeuropa zu berichten. Dafür war ein Blog die geeignete Plattform.
Steffi: Wir kennen uns alle aus unserem Nordeuropastudien-Masterstudium und sind dort Freunde geworden. Als sich die Studienzeit dem Ende zuneigte und wir schließlich keine Hausarbeiten mehr schreiben mussten und keine Vorträge mehr vorzubereiten, hatten wir aber immer noch Lust über den Norden zu schreiben und uns mit dem Thema zu beschäftigen. Deshalb haben wir beschlossen das Blog zu gründen und haben nach einem langen Brainstorming beschlossen, es „Besser Nord als nie!“ zu nennen. Welche

Themenschwerpunkte habt ihr im Blog? Welches ist euer Steckenpferd?
Jaana:
Schreiben “dürfen” wir jede, über was wir Lust haben. Mein Schwerpunkt ist allerdings eine logische Weiterführung meines Studiums: Literatur und Kultur. Ich rezensiere Bücher, Filme und Musik und halte Interviews. Es macht einfach großen Spaß sich mit einem Medium so intensiv zu beschäftigen. Oft fallen mir erst beim Rezensieren bestimmte Aspekte oder Wendungen auf, die ich so gar nicht bemerkt hätte.
Josephine: Ich habe meine Masterarbeit über die Einzug der rechtspopulistischen “Schwedendemokraten” ins schwedische Parlament geschrieben. Diese Partei ist auch immer wieder Gegenstand meiner Beiträge. Allgemein schreibe ich gern über gesellschaftliche und politische Themen. Da ich schon lange eine Vorliebe für schwedische Rockbands habe, ist Musik ein weiterer Themenschwerpunkt von mir. Grundsätzlich gehört es aber zu unserem Konzept, dass wir über alles schreiben, was uns interessant erscheint – festgelegt sind wir daher nicht.
Natasha: Ich habe am Anfang hauptsächlich von meinem Aufenthalt in Nordnorwegen berichtet, in Form von Tagebuch-ähnlichen Beiträgen. Mittlerweile habe ich Beiträge zu verschiedenen Themen geschrieben – vom Tourismus über norwegische Fernsehkultur bis zu politischen Themen.
Steffi: Ich schreibe am liebsten über Politik und hier nicht nur über die positiven Aspekte nordischer Politik, sondern auch über Bedenkliches und Erschreckendes. Außerdem berichte ich gern über meine Reisen in den Norden und fülle nebenbei auch die Rubrik „Nordbilder/Fotografie“.

Kommen wir zum kulinarischen Teil: Wie sieht das perfekte nordische Menü aus – eurer Meinung nach (gerne auch mehrere Gänge ;) ).
Jaana:
Für Vegetarier sind nordische Gerichte tatsächlich eher ungeeignet. Aber für mich ist jeder Gang in ein schwedisches Café ein absoluter Genuss: Kanelbullar, Semlor, Morrotskaka, Prinsesstårta, Hallongråtta… Schwedische Backkunst ist unübertroffen! Allerdings habe ich mal die vegetarische Variante von “Janssons frestelse” serviert bekommen und die kann ich nur empfehlen!
Josephine: Da schließe ich mich Jaana an. Schwedische Cafés haben einiges zu bieten, meine Favoriten wären da wohl Kladdkaka, Morrotskaka und natürlich Kanelbullar. Auch wenn die traditionelle nordische Küche tatsächlich für Vegetarier eher ungeeignet ist, gibt es aber zumindest in schwedischen Supermärkten ein großes Angebot an veganen und vegetarischen Alternativen. Hmmm, vielleicht stelle ich mir lieber eine Art Midsommar-Büfett vor: Krabben, Gravad Lax, Kartoffeln in verschiedenen Variationen, (vegetarische) “Kött”bullar mit Pilzen in Sahnesoße und Preiselbeermarmelade, Erdbeeren und Himbeeren mit geschlagener Sahne, Waffeln und Pannkakor und alles was die schwedische Backkunst so zu bieten hat.
Natasha: Ich würde auf jeden Fall mit der norwegischen “fiskesuppe” anfangen – mit Schellfisch, Wurzelgemüse, viel Sahne und einem Butterbrot dazu. Als Hauptgang gebackener Lachs oder Heilbutt – wenn der Fisch frisch und gut gewürzt ist, braucht man nur eine einfache Beilage wie Salat oder Kartoffeln. Und als Dessert entweder die traditionellen Waffeln mit Marmelade und “brunost” – dem norwegischen Karamellkäse – oder “multekrem”, also Moltebeeren mit süßer Schlagsahne.
Steffi: Mein perfektes nordisches Menü beginnt mit zwei Speisen, die ich auf Island so gern gegessen habe: Als Vorspeise Trockenfisch mit Butter und als Hauptgang isländisches Alpenschneehuhn (Rjupa) mit Karamellkartoffeln und weißer Soße (das isländische Weihnachtsessen). Zum Nachtisch hätte ich dann gern ein Stück schwedische Erdbeertorte oder eine norwegische Waffel mit Brunost, Marmelade und Sahne.  

 

Welchen Begriff, Ausruf oder Satz eurer nordischen Lieblingssprache sollten andere unbedingt kennen?
Jaana:
“Nej, vad håller du på med?” (Nein, was machst du denn da?) Diesen Satz habe ich während meines Ersamusjahres in Göteborg oft gehört und gesagt. Er passt einfach für jede noch so absurde Situation!‘
Josephine: “Summan av kardemumman” (zusammenfassend, die Essenz, Schlussfolgerung), “Full som en kastrull” (sehr betrunken), “Skit pomefritt” (ein Nonsens-Fluch). Das lässt sich nicht unbedingt wörtlich übersetzten, es sind eher Redewendungen, die auch nicht häufig gebraucht werden. Ich finde sie aber lustig. Ansonsten fluche ich gern auf Schwedisch (“Fan också!”). Und natürlich das universelle “lagom”!
Natasha: “hyggelig”, “koselig”, “trivelig”, “nydelig”, “deilig” – alle drücken eine Art von Gemütlichkeit und angenehmen Gefühlen aus. Sie in richtigen Kontexten benutzen zu können ist eine kleine Kunst. Die Norweger sind aber echte Meister darin und benutzen sie so oft wie es nur geht.
Steffi: „Þetta reddast!“ Ist mein Lieblingssmotto und steht wortwörtlich für „Dieses/jenes wird gerettet“, soll so viel heißen wie: Das wird schon (gut gehen).

Takk, Mädels!


Über Tine

Admin & Wort-Tonttu | Schwerpunkt: Design, Musik, Film | Lieblingsland: Finnland Das Blog soll allen Nord-Freaks da draußen eine Plattform geben, das Nordweh zu teilen. Ich kuratiere und administriere die Website und freue mich über jeden der mitmachen möchte! Mein Lieblingsland is übrigens Finnland! ;)


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