Gratulerar, Sverige!


Heute ist der 6. Juni und damit Schwedens Nationalfeiertag.
„Nanu?“, fragt man sich da, „davon hat man aber noch nie so wirklich viel gehört (insbesondere ja im Vergleich zu den norwegischen Nachbarn, die ihren Nationalfeiertag besonders groß feiern).“
Ja, heute feiert Schweden seinen Nationalfeiertag und auch wenn die Schweden schon immer stolz auf ihr Land waren, war der Nationalfeiertag bis vor Kurzem eher ein beläufiges Ereignis bei dem „nur“ die schwedische Flagge gehisst wurde (Tag der schwedischen Flagge). Erst ab dem Jahr 2005 wurde der 6. Juni ein arbeitsfreier Feiertag, wodurch die Schweden ihm allmählich auch mehr Beachtung schenken.

Und warum ist der 6. Juni jetzt der schwedische Nationalfeiertag?

1523 war genau an diesem Tag die Krönung Gustav Vasas zum König von Schweden, womit das Ende der Union mit Dänemark (ja ja, schon wieder die Dänen!) einherging und Schweden damit zu einem selbstständigen Staat wurde. Außerdem fand ebenfalls an diesem Tag knapp 300 Jahre später, nämlich 1809, eine Regierungsreform statt, bei der eine neue schwedische Verfassung angenommen wurde.
Eine ganz andere Geschichte zum 6. Juni als Schwedens Nationalfeiertag ist dagegen die Geschichte von Artur Hazelius – dem Gründer des Nordischen Museums und des Freilichtmuseums Skansen in Stockholm.
Hazelius organisierte im Juni 1893 Feiern zu Ehren des schwedischen Vaterlandes und was passierte? Richtig! Die meisten Besucher kamen eben genau am 6. Juni, dem einzigen Tag, an dem es (angeblich) nicht regnete. Nach diesem Tag schrieb Hazelius ins Jahrbuch des Museums: „als dem vaterländischen Gedenken gewidmeter Feiertag wurde im Skansen der 6. Juni eingeführt, der Gustavstag, welcher hier gefeiert wurde und in Zukunft gefeiert wird als schwedischer Nationaltag“.
Die Geschichte hat ihm recht gegeben – auch heute war es in Stockholm zwar etwas wolkenverhangen, aber: Geregnet hat es nicht!

Egal, wie Schweden nun zu seinem Ehrentag gekommen ist, wir gratulieren Schweden zu seinem Ehrentag. Gratulerar, Sverige!