Árstíðir – Svefns Og Vöku Skil


Eigentlich habe ich mich schon immer gewundert, wieso in den Comics von „Scandinavia and the World“ die Isländer immer so„sparkling“ dargestellt werden. Als ob sie immer und überall von glitzerfunkel umgeben sind. Ich hab das damals auf die Verbundenheit zu den Elfen und anderen mystischen Figuren bezogen, doch als ich dann vor ein paar Jahren Árstíðir live an einem wirklich bitterkalten Hochsommertag Open-Air auf dem Bardentreffen in Nürnberg erleben durfte war mir alles klar!

weDoch mal von vorne. Árstíðir ist eine isländische Band und am treffendsten beschreibt man die Musik als Folk oder sogar vielleicht Kammermusik. Denn es werden gekonnt Cello mit Gitarre und Geigen kombiniert. Dazu kommt dann noch ein herrlicher mehrstimmiger Männergesang in hauptsächlich Isländischer Sprache. Klingt bisschen altbacken, gell? Aber mit Nichten!

Die 6 feschen Burschen machen herrliche moderne Musik, die wundervolle Klangwelten um einen herum entstehen lässt – einfach zum wegträumen. Wahrlich sucht man eine Musikgruppe, die die Zuhörer so verzaubern kann, und so ein gespannt lauschendes Publikum oft vergebens. Faszinierend.

Das Album „Svefns Og Vöku Skil“ holt den Hörer direkt in dieser Atmosphäre ab und, genauso wie bei den Konzerten, spürt man auch auf der Platte die Präsenz jedes Musikers und seiner Instrumente. Die überwiegend isländischen Songs tragen nur dazu bei, dem ganzen einen mystischen Effekt zu verleihen. Die wenigen englischen Lieder sind qualitativ natürlich ebenbürtig, aber glitzern sie nicht ganz so stark wie die Lieder in„Originalsprache“. Die leichte melancholischen Töne sind ja fast schon obligatorisch, aber dennoch verfällt man in eine Art Zufriedenheitsduselei mit einem Lächeln in den Mundwinkeln.
Im Besonderen die Lieder „Brestir“ und „I Ljod Sand“ sind eingängig und gefällig und bleiben einem gerne mal tagelang im Gedächtnis – versteht man ja eh nicht von was sie singen, so fühlt man es dennoch irgendwie. „Tárin“ dagegen ist eher dramatisch – trotzdem leichtfüßig.

Die Masse an Instrumenten, die eingebunden werden, sind verantwortlich für die große Vielschichtigkeit der Songs, die beim hinhören so viel Spaß machen und „pop-gequälte“ Ohre auf eine wirklich komplexe Reise schicken.

(cb)


Über Tine

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