Myrra Rós – Kveldúlfur


Als ich die CD Kveldúlfur von Myrra Rós das erste Mal hörte musste ich (das Kind der 90er) an Dawsons’s Creek denken. Wie oft litt einer der Charaktere (meistens Dawson!) an schrecklichen Liebesqualen, während im Hintergrund herzzerreißende und melancholische Musik spielte.  Kveldúlfur würde wunderbar zu einer isländischen Version der Kultserie passen. Wie anmutig würde es wohl aussehen, wenn die isländische Version von Dawson in der wunderschönen Landschaft Islands seiner großen Liebe nachweint.

Traurig scheint die CD auf den ersten Blick wirklich zu sein. Mit typischen skandinavischen Understatement singt sich die isländische Singer-Songwriterin mit der hellen und klaren Stimme in die Gefühlsregionen des Hörers hinein. Der erste Song Við og við tvö“ zeigt dann schon einmal die Richtung an, in die sich das Album, das im April diesen Jahres erschienen ist, bewegt. Das Album wird dominiert von den leisen Tönen, von Melancholie und Ruhe.

Der zweite Song, Animal“den sie auf Englisch singt, ist untypisch flott und weist Radiotauglichkeit auf. Insgesamt ist etwa die Hälfte der Song auf Englisch, die andere auf Isländisch. Doch auch die englischsprachigen Songs vermitteln eine tiefe Verbundenheit zu nordischer Traurigkeit, rauer Natur und kalten Tagen. Auch wenn die Temperaturen hierzulande gerade eher zum Hören von Ballermann-Hits einladen, so ist Kvedúlfur, auf dem definitiv die Stimme der Sängerin im Fokus steht, ein Geheimtipp für diesen Sommer. Das finden wohl auch Árstíðir – sie nehmen Myrra Rós diesen Herbst mit auf Tour nach Deutschland.

Auf der Homepage könnt ihr schon mal vorab kostenlos in einige Songs hineinhören – und das Album natürlich gleich bestellen.

(jr)


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